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Freitag, 16. Oktober 2009

Gib Gummi…

…das denken sich wohl momentan viele Leute im Süden Deutschlands. Manche werden sich jetzt bestimmt fragen um welchen Gummi es überhaupt geht. Es geht weder um den Kaugummi oder den Haargummi noch um den Radiergummi oder DEN Gummi...nein es dreht sich um den Winterreifen.
Das ganze Jahr über waren viele Menschen damit beschäftigt durch die Autohäuser zu rennen und sich die Abwrackprämie zu sichern. Jetzt beginnt der Ansturm von Neuem! Viele sind stolze Besitzer eines neuen oder eines neuen gebrauchten KFZ. Normalerweise hat ein solches KFZ schon Reifen - und zwar Sommerreifen. Man kann also davon ausgehen, dass alle glücklichen oder auch weniger glücklichen Besitzer eines neu erworbenen Fahrzeugs Winterreifen benötigen.
Es mag für einige überraschend klingen aber wir haben Mitte Oktober und der Winter steht quasi vor der Tür. Der Temperatursturz in den letzten Tagen führte dazu, dass mittlerweile jeder auf die Idee gekommen ist und man jetzt auf die Suche nach Winterreifen geht. Das nimmt mittlerweile ungeahnte Ausmasse an. München scheint mittlerweile an Winterreifen ausverkauft zu sein und bei den Reifenhändler ist mehr los als auf den Wies´n. Ein Anruf bei den Händlern in München ist momentan zwecklos – keiner nimmt mehr ab. Fast scheint eine Panik auszubrechen und einige drehen bei der Suche nach dem beliebten Gummi völlig am Rad...
Ich muss gestehen das wir auch noch Winterreifen brauchen und der Zeitpunkt kommt, an dem wir uns auch auf die Suche begeben müssen. Aber ich glaube wir warten mal noch ein paar Tage.

Mittwoch, 30. September 2009

Salat macht Flecken

Es ist mal wieder typisch für mich! Vielleicht liegt es auch nicht an mir, sondern einfach an der Situation. Keine Ahnung aber folgendes geschah heute...
...es war mal wieder Mittagszeit und die übliche Massenbewegung Richtung Betriebsrestaurant setzte ein. Natürlich kann ich es immer kaum abwarten und schon stand ich bei der Essenausgabe. Die Portion erschien mir heute besonders übersichtlich und ich entschloss mich zur Abwechslung mal einen Salat als Beilage zu bestellen. Dieser Umstand an sich ist schon ein Beitrag wert, da Salat überhaupt nicht in meiner Nahrungspyramide zu finden ist. Ich weiß wie furchtbar gesund das sein soll aber Salat ist nun mal nicht mein Ding. Natürlich war ich auch nicht auf die Frage nach dem Dressing gefasst und stammelte schnell Balsamico raus. Mein Salat wurde jetzt mit diesem dunkelfarbigen Dressing förmlich ertränkt.
Mit einem guten Gewissen etwas Gesundes zu essen machte ich mich nach dem Hauptgang über den Salat her. Ich merkte schon, dass der Salat vor Dressing triefte und ich beschloss besonders acht zugeben, um nicht wild mit dem Balsamico herumzuspritzen. Und genau das war der Fehler! Wie gesagt, ich weiß nicht ob es eine Eigenart meinerseits ist oder auch andere das Problem haben. Nicht der Salat, sondern der Umstand auf etwas besonders Acht zu geben und dann passiert es gerade deswegen. Die Geschichte nahm seinen Lauf und mein TShirt nahm die Farbe des Dressings an. Verdammt nochmal und das auf Arbeit, wo man jetzt den ganzen Tag gezeichnet herum spazieren darf.
Es ist doch immer so! Man bekommt einen gefüllten Krapfen mit Marmelade und denkt sich, VORSICHT! da kann etwas heraustropfen. Damit hat man das Urteil schon unterschrieben und verziert sein Kleidungsstück mit der süßen Pracht. Oder man bekommt den Hals nicht voll und macht seine Tasse bis zum Rand mit Kaffee und bemüht sich nichts zu verschütten... Fehlanzeige!
Naja, ich hoffe doch das Balsamico auswaschbar ist, damit ich für meinen nächsten Salat wieder ein sauberes TShirt habe.

Mittwoch, 23. September 2009

O’zapft is…

…und zwar auf dem größten Volksfest der Welt. Ausnahmezustand in der bayrischen Landeshauptstadt und man kann sich dem nicht entziehen! In ganz München sieht man an jeder Ecke Menschen in bayrischen Trachten, was so viel heißt wie ich geh da heute auch hin. Egal ob wirklich echt oder ein Modefake vom Aldi, Dirndl und Lederhosen sind in diesen Tagen wirklich überall zu sehen. In der Arbeit weiß man gleich Bescheid, trägt einer 'ne Tracht hat er morgen frei oder ist krank. Also gibt es mit demjenigen noch etwas zu klären, sollte man es gleich tun. Auf der Wies’n da fließt das Bier nämlich in Strömen. Gehört man zu dem Oktoberfestfans trinkt man natürlich viel, weil es einem Spaß macht. Ist man ein Oktoberfestgegner und kommt durch irgendwelche anderen Umstände (Freunde, Firmenausflug) in den Genuss, dann säuft man sich die Sache halt schön.
So oder so, es zieht immer einen dicken Kopf und ein leeres Portomonaise nach sich. Mit etwas Pech bleiben auch noch ein paar böse Erinnerung oder einige peinliche Fotos.
Schafft man es der Theresienwiese völlig zu entkommen, holt es einem spätestens in den öffentlichen Verkehrsmittel wieder ein. Mit lustig singenden Menschen und völlig betrunkenen Alkoholopfern, die verschiedenste Spuren hinterlassen, teilt man sich die Bahn oder den Bus. Sehr zu empfehlen die U-Bahn Linie 5, es ist ein Erlebnis.
Auch wenn das jetzt alles etwas negativ klingt, insgesamt finde ich es Klasse. Auch wenn ich nicht unbedingt der große Fan dieses Ereignisses bin, finde ich es super das alles als Zuschauer mitzukriegen. Es sind ja nur ein paar Tage aber dafür intensiv. Wer das noch nie gesehen hat und auch das nötige Kleingeld hat (mittlerweile wird es wirklich teuer), sollte sich das zumindest einmal aus der Nähe anschauen. Is des a Gaudi!

Montag, 21. September 2009

Was lange wehrt, fährt endlich gut!

Es ist tatsächlich geschafft. Seit ein paar Tagen steht ein neues Auto vor der Tür. Nein es ist natürlich gebraucht aber „es steht ein gebrauchtes Auto vor der Tür“ klingt einfach nicht so gut. Unseren Ford Fiesta haben wir gegen einen Opel Astra Caravan eingetauscht und wir sind rundum zufrieden. Endlich haben wir genügend Platz und das Fahrgefühl an sich ist viel besser.
Der Weg bis hierher war jedoch steinig. Haben wir doch monatelang versucht ein Schnäppchen zu machen und das ideale Auto zu finden. Stundenlange Recherchen und Diskussionen mit Händlern haben tiefe Narben hinterlassen. Ich kann alles was nur im entferntesten mit Autokauf zu tun hat nicht mehr sehen und hören und hoffe auf mindestens 10 Jahre Abstinenz von diesem Umfeld. Ein ganz böses Wort ist „Abwrackprämie“. Einige Erlebnisse habe ich hier schon einmal geschildert und nein wir haben sie nicht in Kauf genommen.
Ich durfte viele Autohändler kennen und hassen lernen. Fast alle sind ja deine besten Freunde und machen dir das Angebot deines Lebens. Ein unglaublich anstrengende Spezies.
Jetzt ist es aber überstanden. Langsam wird wieder Ruhe einkehren und in ein paar Tagen denkt man nicht mehr daran. Wo man jetzt noch recht bewusst und stolz durch die Straßen fährt und das neue Auto geniest wird bald alles ganz normal sein. Wo jetzt noch jeder kleine Fleck mit dem Ärmel weg poliert wird, wird bald eine dicke Staubschicht sein, die man alle paar Monate in einer Waschstrasse entfernt. Trotzdem glaube ich, dass wir jetzt zufriedener und entspannter von A nach B kommen und wenn auch unbewusst sehr viel Spaß mit dem Auto haben werden.

Dienstag, 8. September 2009

Schwedischer Samstag

Es ist Samstag und ein schönes Wochenende steht uns bevor. Keine Termine, keine Verpflichtungen, alles ist super. Nix kann einen aus der Ruhe bringen und die Welt sieht einfach fantastisch aus. So zumindest meine Gefühlswelt am Samstag morgen beim Frühstück.

Ok, zugegeben Andrea hat für eine Prüfung zu lernen und eine Art Schreibtisch wäre dabei vom Vorteil. Leider haben wir so etwas in unserer Wohnung nicht und aus Platzmangel müsste irgendeine clevere ausklappbare Lösung her, die auch noch vernünftig aussieht. Schon war die Idee geboren einen schönen Ausflug ins schwedische Einkaufsparadies IKEA zu unternehmen.

So langsam zogen ein paar kleine Wölkchen in meiner kleinen heilen Gefühlswelt auf. Ich verstand jedoch die Notwendigkeit und versuchte durch Verdrängung der bevorstehenden Aufgaben die Ruhe und den Frieden in mir aufrecht zu erhalten. Also absolut motiviert ins Auto und ab zum blau gelben Einrichtungshaus. Wie erwartet hatten auch viele andere die Idee ihr Wochenende mit einem Besuch bei IKEA zu bereichern. Besonders Familien mit Kinder scheinen ein großes Interesse zu haben lautstark ihr Bedürfnis nach Spaß kund zu tun und auf allen möglichen Möbelstücken und Besuchern herumzuspringen. So langsam stieg mein Puls und dunkle Wolken breiteten sich langsam in mir aus. Die ersten Regentropfen fielen, als ich dann zum zehnten mal ein Möbelstück in den Rücken bekommen hatte oder ein lustiger Kinderwagen mit Schwung in meine Beine geschoben wurde.

Aber ich bin ein Kämpfer und wir fanden tatsächlich ein Möbelstück, welches unseren Vorstellungen sehr nahe kam. Betäubt von der ganzen Situation neigt man dazu, ohne weiteres Nachdenken zuzuschlagen und das Teil zu kaufen. Man denkt jetzt noch lange nicht an die Folgen eines Einkaufs bei IKEA und will nur raus. Nachdem man die Schlange an der Kasse überstanden hat und auf dem Weg nach Hause ist, dämmert es so langsam. Der IKEA Ausflug endet nicht mit dem Kauf...nein er beginnt erst. Irgendjemand muss die vielen Einzelteile noch zusammenbauen...

Die Wettervorhersage in meinem Kopf stand auf Unwetter und mir war klar das der Rest des Tages mit lustigen Bastelarbeiten zu verbringen war. Erwartungsgemäß war die Wettervorhersage richtig und der Aufbau gestaltete sich schwierig. Schrauben, die nicht passten oder gleich kaputt waren, schief vorgebohrte Löcher und etliche Schadstellen und Pfusch...das übliche halt...

Trotz aller Schwierigkeiten haben wir jetzt ein neues Möbelstück, was dazu auch noch ganz praktisch ist. Am Sonntag lies ich den ganzen Tag die Sonne scheinen... ;-)

Dienstag, 11. August 2009

Endlich normale Leute!

Letztes Wochenende war es mal wieder soweit. Einmal im Jahr steht das Mera Luna in Hildesheim auf dem Programm. Zeit mal wieder dem Alltag zu entfliehen und in eine komplett andere Welt zu tauchen.
Der Spaß beginnt am Donnerstag Abend. Zelt, Luftmatratze, Verpflegung, Klamotten und Co. werden zusammengesucht und ins Auto gepackt. Noch verdrängt man die Tatsache alles quer über einen großen Park- und Zeltplatz schleppen zu müssen. Also zeitig ins Bett und Freitag morgen um 6 Uhr aufstehen. Es liegen schlappe 600 Kilometer vor einem und man möchte zeitig genug auf dem Zeltplatz sein, um ein schönen Platz zu erwischen.
Knappe 6 Stunden später hat man es geschafft. Schon einige Kilometer vor dem Festivalgelände tummeln sich hier und da einige schwarze Kreaturen auf den Straßen. Hat man den Zeltplatz endlich erreicht, weiß man weswegen man da ist - endlich normale Leute! Das gesamte Areal verwandelt sich zu einem schwarz bunt geschmückten Paradies der anderen Art. Viele tragen jetzt ihre Mode, die sie das ganze Jahr über entworfen und geschneidert haben. Die witzigsten Kreationen werden das gesamte Wochenende präsentiert.
Das Anstehen und Schleppen wird zur Nebensache und am späten Nachmittag hat man sein Domizil für die nächsten Tage errichtet. Gemütlich lässt man sich nieder und genießt die verrückte aber trotzdem friedliche Atmosphäre. Auf dem Gelände gab es noch ein Mittelaltermarkt, sowie eine Einkaufsmeile die auf jeden Fall immer sehr abwechslungsreich sind.
Am Samstag und Sonntag traten dann verschiedene Bands auf die wir entweder wild tanzend oder liegend auf der Wiese ansahen. Zwischendurch gab es natürlich ständig Stärkung an Steak-, Pizza-, Fisch- und Burgerbuden. Das Wetter zeigte sich das gesamte Wochenende gnädig und machten das Festival mit über 23000 Besuchern zu einem vollen Erfolg.
Leider hieß es Montag morgen wieder Zusammenpacken und zurück nach München. So ein Wochenende vergeht leider immer viel zu schnell...
Ich freue mich schon aufs nächste Jahr!!!

Montag, 27. Juli 2009

Der Cluburlauber

In unserem letzten Urlaub hatten wir eine Woche Zeit mal so richtig nichts zu tun. Was also bietet sich zwischen all dem faul sein an - natürlich andere Leute beobachten. Was aber trifft man für Menschen in einem Clubhotel - ganz einfach, eine Menge Lebewesen der Gattung Cluburlauber!
Bevor ich beginne einige Beobachtungen der interessanten Gattung Cluburlauber niederzuschreiben, möchte ich ausdrücklich erwähnen, dass ich hier nicht urteilen oder bewerten möchte! Es ist lediglich eine Auflistung der beobachteten Umstände. Jeder kann also seine verfaulten Tomaten und Eier in den Taschen lassen und sie gegebenenfalls für Kundgebungen der Gattung Politiker oder etwas anderem aufsparen...
Außerdem gehörten wir selbst für eine Woche Urlaub auf Boa Vista zur besagten Gattung und ich finde wir haben uns sehr gut geschlagen.

Als erstes kommen wir zum Äußeren des Cluburlaubers. Der Trend geht in diesem Fall ganz klar zum gesunden Wohlstandskörper. Stolz präsentiert man ihn ob am Strand oder im Restaurant oder in der Bar am liebsten nur in Badesachen. Es ist schwer zu sagen ob dunkelbraun bis schwarz oder krebsrot die beliebteste Hautfarbe ist aber in keinem Fall setzt man der Haut den bösen Schatten aus. Wenn man dann aber doch Kleidung wählt, dann natürlich nur mit lustigen Sprüchen auf dem T-Shirt.

Was tut nun der Cluburlauber den ganzen Tag? Ich glaube als Cluburlauber ist der Tag straff organisiert. Der Tag beginnt ganz klar noch vor dem Frühstück. Zielgerichtet geht man zeitig zum Strand oder zum Pool um mit einem Handtuch sein Revier zu markieren. Es ist durchaus üblich bis zum Frühstück nochmal das Bett aufzusuchen aber man beachte die Öffnungszeiten des Restaurants. Natürlich haben diese zu jeder Mahlzeit meist bis zu 3 Stunden geöffnet aber wer etwas auf sich hält reiht sich 3 Minuten vor der Öffnung in die immer länger werdende Schlange ein. Hier kann man mit seinesgleichen schonmal etwas kritisch über das Restaurant und das Angebot debattieren. Sowie jedoch die Pforte geöffnet wird ist jeder wieder für sich selbst verantwortlich. Man konzentriert sich voll und ganz darauf den Teller genügend zu füllen, um den Rest später der Futtertonne zu spenden.
Dann wird es aber auch langsam Zeit einen Blick auf sein markiertes Revier zu werfen. Ist man damit zufrieden ruft auch schon das nächste Highlight - ANIMATION. Man könnte meinen das schlechte Gewissen von der üppigen Mahlzeit oder das Bewusstsein dafür ja auch bezahlt zu haben treibt den Cluburlauber zu den Animateuren. Aber der Begeisterung dafür nach zu urteilen, macht es einfach Spaß. Etwas Gymnastik hier, etwas Boggia da, dort ein wenig Wassergymnastik und wenn es klappt noch etwas Bingo. Mittlerweile wird man auch nicht mehr als Beachvolleyballer ausgeschlossen und geduldet.
Zwischendurch sollte man natürlich das pünktliche Anstellen zur Mittagszeit nicht vergessen, denn wer zu spät kommt ist nicht erster! Am Nachmittag wird es dann Zeit mal wieder zu seinem Handtuch zu gehen, um es einzupacken und Richtung Zimmer zu schlendern. Hier bereitet man sich auf den Abend vor, indem man passende Kleidung zusammenstellt. Für die männlichen Herrschaften empfehlen sich FlipFlops mit bunter Bermuda und ein neues Sprüche-Shirt. Die Damen dürfen durchaus das beste Glitzerzeug herausholen und eine üppige Kriegsbemalung auflegen. Nachdem man dann hoffentlich wieder erster beim Menü war, beginnt die gepflegte Abendunterhaltung. Da der Körper tagsüber sehr viel Flüssigkeit verloren hat, sollte man (wenn nicht schon getan) genügend Alkohol zu sich um spätestens am Abend ein gewissen Level an Glückseligkeit zu erreichen.
Hat man sich am Vormittag bei den Animationen auch noch geschickt angestellt, wird man auf der Showbühne mit einer Urkunde geehrt, wo man mit Bewunderung und Beifall den absoluten Höhepunkt des Tages erlebt.
Jetzt kann man bald zufrieden ins Bett gehen, da am nächsten Tag in aller Frühe der Kampf ums Revier aufs neue beginnt...