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Donnerstag, 14. Januar 2010

Zum Geburtstag

Ein Jahr ist es her als unser Blog an den Start ging und siehe da über 20 Einträge wurden verfasst. Gar nicht so schlecht, da solche Ideen auch oft schnell im Sand verlaufen. Er hat es also geschafft und ich gratuliere recht herzlich zum 1. Geburtstag!!!
Ist es also an der Zeit zurück zu blicken? Nein! Die Zeit der Jahresrückblicke ist vorbei. Jetzt ist es Zeit voller Energie ins neue Jahr zu starten. Apropos neues Jahr...ich wünsche allen Lesern (es dürften mittlerweile bestimmt schon 2 sein) ein gesundes neues Jahr. Ich habe zwar gehört das man nach dem 10. Januar keine solchen Neujahrswünsche verbreiten soll aber ich finde es Quatsch.
Also lasst uns alle loslegen und das Jahr 2010 unsicher machen.



Mittwoch, 11. November 2009

Ich glaub mein Schwein pfeift…

...oder hustet oder schnupft. Der Rüssel verstopft und schweinemäßige Kopfschmerzen...so fühlen sich momentan viele Lebewesen der Gattung Mensch. Die Schweinegrippe geht um und momentan ist Bayern sogar ein Zentrum der Epidemie oder Pandemie oder ... naja dieser ansteckenden Krankheit eben. Was im Sommer noch relativ harmlos anfing und einige Mallorcareisende mit aus dem Urlaub brachten ist jetzt allgegenwärtig.
Also eins zwei drei wurde ein Impfstoff entwickelt, getestet und freigegeben. Großartig aber so wirklich impfen lassen wollte sich keiner. Eine hitzige Diskussion ist mittlerweile entbrannt ob oder ob nicht. Immer mehr wichtige oder weniger wichtige Personen verkünden in den Medien wie unverantwortlich es sei sich nicht zu impfen, weil man ja zur Ausbreitung der Grippe beitrage. Außerdem steigen mittlerweile auch die Todesfälle und man ist ja sowieso ein ganz schlechter Mensch wenn man es nicht tut. Teilweise bekam ich schon ein richtig schlechtes Gewissen, dass ich mich nicht impfen lassen wollte. Ja und die Medien zeigen Wirkung bei mir und ich mache mir langsam Sorgen und will ja eine braver Bürger sein. Also absolut manipuliert zum Impfen gedrängt machte ich mich auf die Suche nach dem Impfstoff und jemanden der mir diesen auch noch in den Arm injiziert. Erstmal ist ja nicht jeder Arzt bereit das Gift zu verabreichen. Sie weigern sich, da sie die gleiche Meinung vertreten, die auch ich vor meiner medialen Manipulation hatte und anscheinend nicht so leicht zu beeinflussen sind. Hat man dann endlich einen Mediziner gefunden scheitert man am Impfstoff. Es ist tatsächlich so, das der vielbeschworene Impfstoff noch gar nicht in genügender Menge da ist. Sprich in den Medien wird man als schlechter Mensch beschimpft obwohl man gar nicht die Möglichkeit hat ein guter zu sein! Unglaublich!
Ich für meinen Teil stehe jetzt auf einer Warteliste und werde telefonisch informiert, wann ich endlich ein guter Mensch werden kann und mir meine Impfung abholen kann. Mal sehen wie lange das noch dauert...

Freitag, 16. Oktober 2009

Gib Gummi…

…das denken sich wohl momentan viele Leute im Süden Deutschlands. Manche werden sich jetzt bestimmt fragen um welchen Gummi es überhaupt geht. Es geht weder um den Kaugummi oder den Haargummi noch um den Radiergummi oder DEN Gummi...nein es dreht sich um den Winterreifen.
Das ganze Jahr über waren viele Menschen damit beschäftigt durch die Autohäuser zu rennen und sich die Abwrackprämie zu sichern. Jetzt beginnt der Ansturm von Neuem! Viele sind stolze Besitzer eines neuen oder eines neuen gebrauchten KFZ. Normalerweise hat ein solches KFZ schon Reifen - und zwar Sommerreifen. Man kann also davon ausgehen, dass alle glücklichen oder auch weniger glücklichen Besitzer eines neu erworbenen Fahrzeugs Winterreifen benötigen.
Es mag für einige überraschend klingen aber wir haben Mitte Oktober und der Winter steht quasi vor der Tür. Der Temperatursturz in den letzten Tagen führte dazu, dass mittlerweile jeder auf die Idee gekommen ist und man jetzt auf die Suche nach Winterreifen geht. Das nimmt mittlerweile ungeahnte Ausmasse an. München scheint mittlerweile an Winterreifen ausverkauft zu sein und bei den Reifenhändler ist mehr los als auf den Wies´n. Ein Anruf bei den Händlern in München ist momentan zwecklos – keiner nimmt mehr ab. Fast scheint eine Panik auszubrechen und einige drehen bei der Suche nach dem beliebten Gummi völlig am Rad...
Ich muss gestehen das wir auch noch Winterreifen brauchen und der Zeitpunkt kommt, an dem wir uns auch auf die Suche begeben müssen. Aber ich glaube wir warten mal noch ein paar Tage.

Mittwoch, 30. September 2009

Salat macht Flecken

Es ist mal wieder typisch für mich! Vielleicht liegt es auch nicht an mir, sondern einfach an der Situation. Keine Ahnung aber folgendes geschah heute...
...es war mal wieder Mittagszeit und die übliche Massenbewegung Richtung Betriebsrestaurant setzte ein. Natürlich kann ich es immer kaum abwarten und schon stand ich bei der Essenausgabe. Die Portion erschien mir heute besonders übersichtlich und ich entschloss mich zur Abwechslung mal einen Salat als Beilage zu bestellen. Dieser Umstand an sich ist schon ein Beitrag wert, da Salat überhaupt nicht in meiner Nahrungspyramide zu finden ist. Ich weiß wie furchtbar gesund das sein soll aber Salat ist nun mal nicht mein Ding. Natürlich war ich auch nicht auf die Frage nach dem Dressing gefasst und stammelte schnell Balsamico raus. Mein Salat wurde jetzt mit diesem dunkelfarbigen Dressing förmlich ertränkt.
Mit einem guten Gewissen etwas Gesundes zu essen machte ich mich nach dem Hauptgang über den Salat her. Ich merkte schon, dass der Salat vor Dressing triefte und ich beschloss besonders acht zugeben, um nicht wild mit dem Balsamico herumzuspritzen. Und genau das war der Fehler! Wie gesagt, ich weiß nicht ob es eine Eigenart meinerseits ist oder auch andere das Problem haben. Nicht der Salat, sondern der Umstand auf etwas besonders Acht zu geben und dann passiert es gerade deswegen. Die Geschichte nahm seinen Lauf und mein TShirt nahm die Farbe des Dressings an. Verdammt nochmal und das auf Arbeit, wo man jetzt den ganzen Tag gezeichnet herum spazieren darf.
Es ist doch immer so! Man bekommt einen gefüllten Krapfen mit Marmelade und denkt sich, VORSICHT! da kann etwas heraustropfen. Damit hat man das Urteil schon unterschrieben und verziert sein Kleidungsstück mit der süßen Pracht. Oder man bekommt den Hals nicht voll und macht seine Tasse bis zum Rand mit Kaffee und bemüht sich nichts zu verschütten... Fehlanzeige!
Naja, ich hoffe doch das Balsamico auswaschbar ist, damit ich für meinen nächsten Salat wieder ein sauberes TShirt habe.

Mittwoch, 23. September 2009

O’zapft is…

…und zwar auf dem größten Volksfest der Welt. Ausnahmezustand in der bayrischen Landeshauptstadt und man kann sich dem nicht entziehen! In ganz München sieht man an jeder Ecke Menschen in bayrischen Trachten, was so viel heißt wie ich geh da heute auch hin. Egal ob wirklich echt oder ein Modefake vom Aldi, Dirndl und Lederhosen sind in diesen Tagen wirklich überall zu sehen. In der Arbeit weiß man gleich Bescheid, trägt einer 'ne Tracht hat er morgen frei oder ist krank. Also gibt es mit demjenigen noch etwas zu klären, sollte man es gleich tun. Auf der Wies’n da fließt das Bier nämlich in Strömen. Gehört man zu dem Oktoberfestfans trinkt man natürlich viel, weil es einem Spaß macht. Ist man ein Oktoberfestgegner und kommt durch irgendwelche anderen Umstände (Freunde, Firmenausflug) in den Genuss, dann säuft man sich die Sache halt schön.
So oder so, es zieht immer einen dicken Kopf und ein leeres Portomonaise nach sich. Mit etwas Pech bleiben auch noch ein paar böse Erinnerung oder einige peinliche Fotos.
Schafft man es der Theresienwiese völlig zu entkommen, holt es einem spätestens in den öffentlichen Verkehrsmittel wieder ein. Mit lustig singenden Menschen und völlig betrunkenen Alkoholopfern, die verschiedenste Spuren hinterlassen, teilt man sich die Bahn oder den Bus. Sehr zu empfehlen die U-Bahn Linie 5, es ist ein Erlebnis.
Auch wenn das jetzt alles etwas negativ klingt, insgesamt finde ich es Klasse. Auch wenn ich nicht unbedingt der große Fan dieses Ereignisses bin, finde ich es super das alles als Zuschauer mitzukriegen. Es sind ja nur ein paar Tage aber dafür intensiv. Wer das noch nie gesehen hat und auch das nötige Kleingeld hat (mittlerweile wird es wirklich teuer), sollte sich das zumindest einmal aus der Nähe anschauen. Is des a Gaudi!

Montag, 21. September 2009

Was lange wehrt, fährt endlich gut!

Es ist tatsächlich geschafft. Seit ein paar Tagen steht ein neues Auto vor der Tür. Nein es ist natürlich gebraucht aber „es steht ein gebrauchtes Auto vor der Tür“ klingt einfach nicht so gut. Unseren Ford Fiesta haben wir gegen einen Opel Astra Caravan eingetauscht und wir sind rundum zufrieden. Endlich haben wir genügend Platz und das Fahrgefühl an sich ist viel besser.
Der Weg bis hierher war jedoch steinig. Haben wir doch monatelang versucht ein Schnäppchen zu machen und das ideale Auto zu finden. Stundenlange Recherchen und Diskussionen mit Händlern haben tiefe Narben hinterlassen. Ich kann alles was nur im entferntesten mit Autokauf zu tun hat nicht mehr sehen und hören und hoffe auf mindestens 10 Jahre Abstinenz von diesem Umfeld. Ein ganz böses Wort ist „Abwrackprämie“. Einige Erlebnisse habe ich hier schon einmal geschildert und nein wir haben sie nicht in Kauf genommen.
Ich durfte viele Autohändler kennen und hassen lernen. Fast alle sind ja deine besten Freunde und machen dir das Angebot deines Lebens. Ein unglaublich anstrengende Spezies.
Jetzt ist es aber überstanden. Langsam wird wieder Ruhe einkehren und in ein paar Tagen denkt man nicht mehr daran. Wo man jetzt noch recht bewusst und stolz durch die Straßen fährt und das neue Auto geniest wird bald alles ganz normal sein. Wo jetzt noch jeder kleine Fleck mit dem Ärmel weg poliert wird, wird bald eine dicke Staubschicht sein, die man alle paar Monate in einer Waschstrasse entfernt. Trotzdem glaube ich, dass wir jetzt zufriedener und entspannter von A nach B kommen und wenn auch unbewusst sehr viel Spaß mit dem Auto haben werden.

Dienstag, 8. September 2009

Schwedischer Samstag

Es ist Samstag und ein schönes Wochenende steht uns bevor. Keine Termine, keine Verpflichtungen, alles ist super. Nix kann einen aus der Ruhe bringen und die Welt sieht einfach fantastisch aus. So zumindest meine Gefühlswelt am Samstag morgen beim Frühstück.

Ok, zugegeben Andrea hat für eine Prüfung zu lernen und eine Art Schreibtisch wäre dabei vom Vorteil. Leider haben wir so etwas in unserer Wohnung nicht und aus Platzmangel müsste irgendeine clevere ausklappbare Lösung her, die auch noch vernünftig aussieht. Schon war die Idee geboren einen schönen Ausflug ins schwedische Einkaufsparadies IKEA zu unternehmen.

So langsam zogen ein paar kleine Wölkchen in meiner kleinen heilen Gefühlswelt auf. Ich verstand jedoch die Notwendigkeit und versuchte durch Verdrängung der bevorstehenden Aufgaben die Ruhe und den Frieden in mir aufrecht zu erhalten. Also absolut motiviert ins Auto und ab zum blau gelben Einrichtungshaus. Wie erwartet hatten auch viele andere die Idee ihr Wochenende mit einem Besuch bei IKEA zu bereichern. Besonders Familien mit Kinder scheinen ein großes Interesse zu haben lautstark ihr Bedürfnis nach Spaß kund zu tun und auf allen möglichen Möbelstücken und Besuchern herumzuspringen. So langsam stieg mein Puls und dunkle Wolken breiteten sich langsam in mir aus. Die ersten Regentropfen fielen, als ich dann zum zehnten mal ein Möbelstück in den Rücken bekommen hatte oder ein lustiger Kinderwagen mit Schwung in meine Beine geschoben wurde.

Aber ich bin ein Kämpfer und wir fanden tatsächlich ein Möbelstück, welches unseren Vorstellungen sehr nahe kam. Betäubt von der ganzen Situation neigt man dazu, ohne weiteres Nachdenken zuzuschlagen und das Teil zu kaufen. Man denkt jetzt noch lange nicht an die Folgen eines Einkaufs bei IKEA und will nur raus. Nachdem man die Schlange an der Kasse überstanden hat und auf dem Weg nach Hause ist, dämmert es so langsam. Der IKEA Ausflug endet nicht mit dem Kauf...nein er beginnt erst. Irgendjemand muss die vielen Einzelteile noch zusammenbauen...

Die Wettervorhersage in meinem Kopf stand auf Unwetter und mir war klar das der Rest des Tages mit lustigen Bastelarbeiten zu verbringen war. Erwartungsgemäß war die Wettervorhersage richtig und der Aufbau gestaltete sich schwierig. Schrauben, die nicht passten oder gleich kaputt waren, schief vorgebohrte Löcher und etliche Schadstellen und Pfusch...das übliche halt...

Trotz aller Schwierigkeiten haben wir jetzt ein neues Möbelstück, was dazu auch noch ganz praktisch ist. Am Sonntag lies ich den ganzen Tag die Sonne scheinen... ;-)